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Vom 8. bis 15. August 2026 verwandelt sich das Kulturhaus Latschach wieder in eine der traditionsreichsten Schachbühnen Kärntens: Zum 42. Mal steigt das Faaker See Open, ausgerichtet vom ASKÖ Finkenstein. Wer bei der Zahl 42 unweigerlich an die Antwort auf die letzte aller Fragen denkt, liegt heuer gar nicht so falsch – 108 Spielerinnen und Spieler aus fünf Nationen werden in den kommenden neun Runden versuchen, ihre eigenen kniffligen Fragen zu beantworten. Und für alle, die in all den Jahren zuvor schwitzend am Brett saßen, gibt es gute Nachrichten: Die Marktgemeinde Finkenstein hat das Kulturhaus aufgerüstet und eine nagelneue Klimaanlage eingebaut – heuer soll höchstens die Stellung heiß werden, nicht der Saal.
Wer greift nach dem Titel?
Angeführt wird das Feld von FM Dr. Franz Riemelmoser (2291, ESV ASKÖ Admira Villach), der als klarer Favorit ins Turnier geht. Dicht dahinter warten mit FM Egon Reichmann (2189, ebenfalls ESV ASKÖ Admira Villach) und CM Franz Juraczka (2141, Schachverein Hausbrunn) zwei weitere österreichische Spitzenspieler, während aus Deutschland FM Klaus-Dieter Kesik (2135) und Stefan Egle (2133) die stärkste Konkurrenz von außerhalb stellen.
Der Gastgeber ist gut vertreten
ASKÖ Finkenstein schickt insgesamt acht Spieler ins Rennen. Die stärksten Vereinsvertreter vom ASKÖ Finkenstein sind Petar Djuric (2118), der erst seit Kurzem für Finkenstein spielt und bereits auf Platz 6 der Setzliste steht, gefolgt von Matej Kersic (2026) und Martin Kahlig (2013). Besonders schön: Mit Diego und Zoe Pinter sowie Maxima Moritz stehen auch drei Nachwuchsspieler des Vereins auf der Meldeliste, die beim Open erste internationale Turniererfahrung sammeln dürfen.
Internationales Flair am Faaker See
Das Teilnehmerfeld ist traditionell bunt gemischt: Neben der starken heimischen Fraktion reist eine große deutsche Delegation an (rund ein Drittel des Feldes), dazu kommen mehrere Spieler aus den südlichen Nachbarländern Slowenien und Italien und ein Spieler aus Spanien.
Bemerkenswert ist zudem der Frauenanteil von 16 Teilnehmerinnen im Feld: Mit WFM Maria Horvath, Josephina Akiko Brunner, Eva Maria Schmied und weiteren Spielerinnen sind gleich mehrere Damen mit dabei, die im Mittelfeld für Überraschungen sorgen könnten.
Ausblick
Neun Runden, eine Woche, ein Favorit – so viel steht fest: Franz Riemelmoser wird sich seinen Platz an der Spitze der Setzliste hart erkämpfen müssen, denn direkt hinter ihm lauert reichlich Konkurrenz, die nur darauf wartet, ihm ein schachliches Bein zu stellen.
Die Bühne für die Schachwoche in Finkenstein ist bereitet – und während die Stellungen heiß laufen, sorgt die neue Klimaanlage erstmals im Ernstfall dafür, dass wenigstens die Köpfe kühl bleiben.






