Neun Runden, eine Woche, 108 Spielerinnen und Spieler aus fünf Nationen – das 42. Faaker See Open ist Geschichte. Am Ende setzte sich Favorit FM Franz Riemelmoser (Esv Askoe Admira Villach) souverän mit 8 aus 9 Punkten durch und ließ dabei nie ernsthaft Zweifel am Turniersieg aufkommen. Für ASKÖ Finkenstein als Gastgeberverein gibt es aber allen Grund zur Freude: Gleich vier Spieler beendeten das Turnier im vorderen Drittel des Feldes, angeführt von einem Neuzugang, der von Beginn an für Furore sorgte.
Der Weg zum Turniersieg
Riemelmoser blieb über weite Strecken ungeschlagen an der Spitze und entschied das Turnier praktisch schon in Runde 8 vorzeitig für sich, als er seinen ärgsten Verfolger Michael Ivancsics direkt bezwang. Mit dem daraus resultierenden Vorsprung von einem Punkt reichte ihm in der letzten Runde ein Remis gegen Daniel Wiedermann, um den Titel sicher nach Hause zu bringen. Dahinter ging es dagegen bis zur letzten Runde eng zu: Ivancsics, Wiedermann und Ermel landeten allesamt bei 7 Punkten und mussten die Platzierung untereinander per Zweitwertung ausmachen.
Die Finkensteiner Bilanz
Das Highlight aus Vereinssicht ist zweifellos Petar Djuric: Der erst kürzlich zum Verein gestoßene Spieler beendete sein erstes Turnier in Finkensteiner Farben mit 6,5 Punkten aus 9 Partien und landete damit auf dem hervorragenden 5. Gesamtrang und damit auf einem der dotierten Plätze – nur eineinhalb Punkte hinter dem Turniersieger und deutlich vor seiner Startnummer. Ein Traumstart für die neue Verstärkung.
Matej Kersic bestätigte seine konstant starke Form über das gesamte Turnier und beendete die Woche mit 5,5 Punkten auf Rang 19 – ebenfalls ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.
Milorad Bulatovic und Martin Kahlig zeigten beide, wie man ein Turnier trotz einer schwächeren Phase in der Rundenmitte stark ausklingen lässt: Kahlig gewann seine letzte Partie und rundete sein Turnier mit 5 Punkten (Rang 39) ab, Bulatovic sicherte sich im Schlussspurt ein Remis und landete ebenfalls bei 5 Punkten (Rang 26). Ein Statistik-Schmankerl zum Schluss: Mit einem Buchholzwert von 55,5 hatte Bulatovic es über das gesamte Turnier hinweg mit dem stärksten Gegnerfeld ALLER 108 Teilnehmer zu tun – noch vor dem Turniersieger selbst. Sein Ergebnis ist also keineswegs geschmeichelt, sondern hart erarbeitet.
Der Nachwuchs sammelt Erfahrung
Vereinsveteran Willi Kucher beendete das Turnier mit 3,5 Punkten und sparte bei der einen oder anderen Partie auch nicht mit Selbstkritik.
Unsere jüngere Vereinsfraktion zieht eine positive Bilanz, wenn auch naturgemäß eher an Erfahrung als an Punkten gemessen: Zoe Pinter mit 2,5 (erhielt den Pokal U10), Diego Pinter mit 2 und Maxima Moritz mit 1 Punkt. Für alle drei war es eine Woche voller Partien gegen teils deutlich höher eingestufte Gegner aus dem In- und Ausland – genau die Art von Erfahrung, aus der man beim nächsten Turnier schöpfen kann.
Endstand der Finkensteiner
| Platz | Name | Punkte | Buchholz |
|---|---|---|---|
| 5 | Petar Djuric | 6,5 | 50 |
| 19 | Matej Kersic | 5,5 | 47,5 |
| 26 | Milorad Bulatovic | 5 | 55,5 |
| 39 | Martin Kahlig | 5 | 42 |
| 76 | Wilhelm Kucher | 3,5 | 36 |
| 103 | Zoe Pinter | 2,5 | 27,5 |
| 106 | Diego Pinter | 2 | 27,5 |
| 107 | Maxima Moritz | 1 | 24 |
Ein Dankeschön zum Schluss
Eine Woche Turnierbetrieb im Kulturhaus Latschach, neun Runden, ein volles Haus und – dank der neuen Klimaanlage – durchgehend kühle Köpfe: Das 42. Faaker See Open ist geschlagen. Danke an alle Spielerinnen und Spieler, das fulminante Schiedsrichter-Duo Franz Krassnitzer und Anton Ostermann, Helferinnen und Helfer sowie Gäste für eine gelungene Turnierwoche. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr, wenn am 7. August 2027 zum 43. Faaker See Open geladen wird (Möglichkeiten zur Anmeldung folgen demnächst).


